Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
30 Jahre „Ostfriesland Cross“ des SV Holtland
Klaus Beyer richtet seit 30 jahren den "OStfriesland Cross" aus
KB - Seit 1977 richtet der SV Holtland den „Ostfriesland Crosslauf“ aus, anfangs im Veenhuser Königsmoor später im Heseler Wald. Neben der Änderung des Austragungsortes wechselte auch der Termin dieser swiss replica watches Laufveranstaltung. Begonnen wurde in den 70 er Jahren am ersten Wochenende im Januar um danach in den November zu wechseln; heute wird der Cross im Februar und zwar meist am 2 oder 3. Samstag ausgetragen.
Als am 8. Januar 1977 der Startschuss zum „1. Ostfriesland Cross“ des SV Holtland fiel, gingen in 16 Altersklassen 138 Läuferinnen und Läufer aus 35 Vereinen auf die schwierige Strecke durch das Veenhuser Königsmoor. Höhepunkt der Crosslaufpremiere waren die Ausscheidungsrennen des Niedersächsischen Leichtathletik Verbandes (NLV) für den Internationalen Mezidon Cross in Frankreich. Viel Vertrauen hatte der damalige NLV Sportwart J. Almstedt in die Organisatoren Reinhard Knoop und Klaus Beyer gesetzt, indem er dem SV Holtland diese Ausscheidung anvertraut hatte. Beim In Brinkum liefen die besten Läuferinnen und Läufer Niedersachsens und Berlins, darunter zahlreiche Deutsche Meister, um die begehrten Fahrkarten nach Frankreich. 
Die ausgewählte Strecke entsprach den Anforderungen an einen Crosslauf und führte über nasse Wiesen, Moorpassagen und Sandwege - eine Wiese war sogar umgepflügt worden. Das Lob der Trainer und Aktiven ob des Streckenverlaufes teilten die ostfriesischen Läufer nicht. Bei ihnen stießen die extremen Anforderungen auf Kritik und führten zur Abwesenheit. Um die Veranstaltung dennoch zu retten, wich der Veranstalter auf den Heseler Wald aus. Seit 1979  wird um den Silbersee und über den Klosterhügel gelaufen. Am Verlauf der Streckenführung hat sich in den letzten Jahren kaum etwas geändert.
Das Wetter spielt bei einer Laufveranstaltung im Winter eine ganz wesentliche Rolle. Veranstalter und Läufer hatten es mit allen möglichen Witterungsverhältnissen zu tun. Einmal musste der Crosslauf um eine Woche verschoben werden, da Glatteis die Gesundheit der Läufer und Helfer gefährdet hätte. Temperaturen bis zu 10° C unter Null ermöglichten es die Läufer über den zugefrorenen See laufen zu lassen. 1991 fiel über Nacht und am Vormittag  mehr als 40 cm Neuschnee und die Durchführung des Laufes strand auf der Kippe. Mit Hilfe eines Treckers und Räumschild wurden Parkplatz und Zielbereich glatt geschoben, die wenigen angereisten Läufer aber mussten durch den hohen Schnee ihre Runden laufen. Frühlingshafte Temperaturen um + 15 ° C  ließen Zitronenfalter im Zielbereich flattern. Regen und Windböen gehören zu einem richtigen Cross, dazu Matsch und Pfützen – auch das gab es mehrfach.

Die Teilnehmerzahlen schwankten im Lauf der 3 Jahrzehnte. Mit 50 Läufern zählten die Organisatoren 1979 die wenigsten, in diesem Jahr wurde der Crosslauf in den Heseler Wald verlegt. 2002 kamen aus 50 Vereinen 311 Läufer, um in 36 Altersklassen und 8 Läufen die Sieger zu ermitteln. Während in den Anfangsjahren Wanderpokale ausgelaufen wurden, ist der Cross zum „Orangen Cross“  mutiert, die Erstplatzierten jeder Altersklasse erhalten  einen Beutel Apfelsinen oder Clementinen. Beim „Cross-Cup“ musste ein Verein 7 Läufer in 7 verschiedenen Klassen ins Ziel bringen. Dies gelang immer weniger Vereinen aber auch die Auswertung war zu kompliziert. Auch um den Senioren Cup oder den Ladys Cup liefen nicht genügend Vereine, so verabschiedete sich der Veranstalter von den Pokalen und gibt seit einigen Jahren Sachpreise Obst u.a.  aus. In diesem Jahr erhalten die Klassensieger ein Handtuch mit Aufdruck.
Alles, was in Ostfriesland Rang und Namen in der Laufszene hatte bzw hat, war beim Ostfriesland Cross am Start. Eine Sonderstellung nimmt seit Beginn der Lauf über die Langstrecke von 11.400m ein. Der 1977 gestiftete Wanderpreis konnte von keinem Läufer endgültig gewonnen werden. Johann Stromann, Jörg Valentin und Peter Steinke konnten sich zwar dreimal in die Siegerliste des Hauptlaufes eintragen jedoch nicht in Folge. Über die Mittelstrecke dominierte Frank Groen insgesamt viermal- 1984, 85 und 86 sowie 10 Jahre später 1996.  Je drei Erfolge gab es für den Uplengener Henry Schlachter -zu Beginn der 80er Jahre - und Enno Heidergott im letzten Jahrzehnt. Doppelsiege Im Hauptlauf und über die Mittelstrecke gab es dagegen nur zweimal.  Bei der Premiere 1977 gewann der Pewsumer Friedel Klement, der damals für den VfL Wolfsburg gestartet ist und 2004 gelang das Double dem Emder Valentin Harwardt.
Bei den Frauen war die Holtlanderin, Hilde  Bontjer 7 x erfolgreich während Ilka Janßen sich 6 x in die Siegerlisten eintragen konnte. Die Langstrecke der Frauen ist erst seit 1991 im Programm und wurde je zweimal von Inga Jürrens und Antonia Beyer gewonnen.
In den letzten Jahren waren die späteren Ossiloopsieger auch schon beim Crosslauf erfolgreich. Ostfrieslands erfolgreichste Leichtathletin, Sylvia Rieger vom TuS Hinte absolvierte 1994 ihren einzigen Start beim Ostfriesland Cross und gewann hoch überlegen.
Im Vorjahr wagte der SV Holtland mit dem „Sprintcross“ ein neues Wettkampfangebot, das dem Skilanglauf entlehnt ist. Im Vorlauf, Halb- und Finale wird der Sprintsieger über eine Distanz von ca 1000 m gesucht. Die Premiere gewann der Leeraner Ino Geisemeyer. Die Schwierigkeit bei diesem Wettkampfangebot liegt in den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Rennen.
Den „30. Ostfriesland Cross“ im Heseler Wald  richtet der SV Holtland am Samstag, 11. Februar ab 13.30 Uhr mit Start und Ziel am Silbersee aus. Informationen auf der HP des SV Holtland unter www.sv-holtland.de. Meldungen sind bis 30 Minuten vor dem Start möglich. , 


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