Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Vorbereitung auf WM
ls - „Wenn sich Fußballer in Trainingslagern vorbereiten, sind sie in Hotels untergebracht und frönen neben den Trainingseinheiten dem Nichtstun“, sagt Hammerwurf-Trainer Klaus Beyer vom SV Holtland. „Ganz anders“ sah dagegen die letzte Woche für Andrea Bunjes aus: Die Hammerwerferin, die als einzige Leichtathletin aus Niedersachsen bereits die Fahrkarte für die Weltmeisterschaften in Paris besitzt, saß auf dem elterlichen Bauernhof in Neuburg auf dem Trecker und fuhr Silage ein.

„Das war sicherlich eine schöne Abwechslung und wird sich nicht hinderlich auf die WM-Vorbereitung auswirken“, ist Heimtrainer Beyer sicher. Aber: Mit Blick auf die Fußballprofis schüttelt der Ostfriese schon ein wenig mit dem Kopf angesichts der unterschiedlichen Rahmenbedingungen.
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Den Feinschliff für den Saison-Höhepunkt in Frankreich holen sich die Leichtathleten in den Wochen vor der WM in Kienbaum bei Berlin. Am ersten Augustwochenende steht noch ein Wettkampf in Leverkusen auf dem Programm, wo es für viele Athleten noch um die Nominierung gehen wird. Frei v on diesem Druck ist die Ostfriesin, da sie schon Anfang Juli nominiert worden ist.

Bunjes verbrachte nach den Deutschen Meisterschaftenk einige Tage in ihrem Elternhaus in Neuburg. Angesagt waren im „Hotel bei Mama“ (Beyer) eigentlich Erholung und Regeneration. Immerhin hatte Bunjes im Junisechs schwere Wettkämpfe absolviert, davon zwei im Ausland. Bei diesen Wettkämpfen blieb die Ostfriesin vier Mal über der WM-Norm von 67,50 Metern und verbesserte den Niedersachsenrekord gleich drei Mal. Höhepunkt dieser Wettkampfphase war der zweite Platz bei der DM in Ulm (die OZ berichtete).

Der Trainingsplan in Neuburg sah zunächst eine Entlastungswoche vor. „Nur“ sieben statt der sonst üblichen neun bis zehn Übungseinheiten hatte Bunjes zu absolvieren : zum Vergleich: Die Amateure des VfL Wolfsburg trainierten in Bad Zwischenahn maximal drei Mal am Tag.

Krafttraining wechselte mit Wurfeinheiten und allgemeinem Training. Alle zwei Tage stand ein zweimaliges Training auf dem Plan. Bunjes fuhr dann von Neuburg nach Hesel, um hier zu werfen oder nach Holtland, um das Krafttraining zu absolvieren. Beim Krafttraining wurden in mehreren Serien insgesamt 50 bis 60 Kniebeugen mit Lasten von 85 bis 120 kg durchgeführt. Außerdem galt es, die Eisenhantel : ebenfalls in Serien : 55 mal umzusetzen. Die Lasten lagen hier zwischen 70 und 90 kg pro Durchgang. In den Wurfeinheiten wurden mit verschieden Gewichten zwischen 20 und 30 Würfe gemacht. „Andrea hat zwischen 4,4 und 5,5 Tonnen gehoben“, sagt Beyer. „In einer Woche, die als Entlastungs- und Regenerationsphase galt.“

Da hätte so mancher Fußball-Profi aufgegeben. Aber die Kicker müssen ja im August auch nicht zur WM.

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