Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Roland Isenecker ist Deutscher Meister
Wurde im Alleingang Deutscher Meister: Roland Isenecker
KJ - Eigentlich war Roland Isenecker vom TV Norden zu den Deutschen Winterwurf-Meisterschaften der Senioren nach Potsdam gefahren, um sich mit der nationalen Konkurrenz im Diskuswurf zu messen. Doch daraus wurde nichts. Der Norder war an diesem Wochenende der einzige Teilnehmer in der Altersklasse M 30 und kam ohne Gegner zum Titel.
Dennoch zeigte Isenecker eine gute Leistung in diesem „Geister-Wettkampf“. Und obwohl für die Titelvergabe in der Regel mindestens drei Teilnehmer am Start sein müssen, wurde der Ostfriese offiziell Deutscher Meister. Das beschloss der Verband angesichts der guten Weite.

Der DM-Achte von Ulm konnte mit einer guten Serie überzeugen. Er schleuderte die zwei Kilogramm schwere Scheibe in seinem fünften Durchgang auf ausgezeichnete 50,46 Meter und hatte damit den Medaillenstandard des Verbandes erreicht. Bereits im ersten Versuch ging es für Roland Isenecker weit hinaus. Hier wurden 50,18 Meter gemessen. Auch im vierten Durchgang übertraf er mit 50,01 Meter abermals die 50-Meter-Marke. Auf einen anschließenden Start mit der Kugel bei den parallel stattfindenden Deutschen Hallenmeisterschaften verzichtete Isenecker.

Hier stellten sich seine Norder Teamgefährten Peter Steinke (Altersklasse M 30) und Jörg Valentin (M 40) der Konkurrenz über 3000 Meter. Für Valentin war der Start gleichzeitig ein Test für die in zwei Wochen beginnenden Hallenweltmeisterschaften, die in Sindelfingen ausgetragen werden.
In einem beherzten Rennen, das er mit einem starken Finish beendete, sicherte sich der Norder den vierten Platz. Für ihn wurden 8:58,99 Minuten gestoppt. „Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden“, erklärte Valentin nach dem Lauf. „Der WM-Test ist gelungen.“

Peter Steinke war nach Wadenbeschwerden und einem grippalen Infekt mit einigem Trainingsrückstand und deshalb leicht verunsichert in Potsdam an den Start gegangen. Doch am Ende konnte auch er sich über einen vierten Rang freuen. Er benötigte insgesamt 9:22,02 Minuten.
„Auch wenn die Zeit diesmal vielleicht nicht so berauschend war, so freue ich mich doch über das Ergebnis“, erzählte Steinke hinterher. „Ich habe auf jeden Fall alles gegeben, mehr war heute nicht drin.“

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