Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Ostfriesen beim Hamburg Marathon
erer - Nach 2001 bot die Volkshochschule Leer unter Leitung von Edzard Wirtjes zum zweiten Mal einen Marathon-Vorbereitungskurs an. 25 „Erstlinge“ bereiteten sich seit September auf den Hamburg Marathon vor : und alle, die den Kurs durchhielten, erreichten am Sonntag nach 42,195 Kilometer das Ziel. Der VHS-Gruppe schlossen sich noch weitere Läufer und Inliner an, so dass die Gruppe insgesamt aus über 40 Ausdauersportlern bestand. Am Sonntagmorgen am Start standen sie gemeinsam mit über 20 000 Läufern, Inlinern, Rollstuhlfahrern und Walkern am Start. Die Bedingungen waren für die Zuschauer phantastisch, etliche Straßen nutzten ihre sonst kaum überquerbaren Straßen zu Festen. Für die Läufer wurde es mit zunehmender Wärme anstrengender. Im Zielbereich waren es gegen 15 Uhr an die 20 Grad. Alle Teilnehmer der Gruppe schafften den Marathon, ohne das sie sich völlig verausgabten. Die gute Renneinteilung ließ es sogar zu, die Strecke zu genießen und das Bad in der Menge der 500 000 Zuschauer zu nehmen. VHS-Starter: Harald Abbas (Bunde) 4:00 Stunden, Wilfried Berghaus (VfL Germania Leer) 4:02 Std. Claudia Brakhuis (TC Grün Weiß Leer) 4:53, Gerhard Bruns (Filsum) 4:40, Meinhard Bunjes (Barßel) 4:44, Ingo de Buhr (Fortuna Logabirum) 4:22, Heike Dirks (Fortuna Logabirum) 4:28, Meike Dogs (Fortuna Logabirum) 4:56, Elke Engel (TC Grün Weiß Leer) 4:57, Markus Frein (Leer) 5:05, Thomas Hahn (VfL Germania Leer) 4:38, Barbara Hallerbach (Leer) 5:30, Fred Hofmann (Weener) 3:27, Sabine Jonczyk (TC Grün Weiß Leer) 5:16, Günther Kambeck (Leer) 4:21, Annette Keldermann - Hauer (TC Grün Weiß Leer) 5:20, Elvira Klapproth (Leer) 4:49, Gudrun Krahn (Leer) 4:57, Helmut Lang (Leer) 5:07, Thomas Lange (Loga) 5:07, Everwien Lohmeier (Frisia Brinkum) 4:03, Helga Middelborg (SV Ems Jemgum) 4:56, Manfred Middelborg (SV Ems Jemgum) 4:45, Matthias Olthoff (Uplengen) 3:33, Fritz Karl Pennig (Leer) 4:49, Thomas Plesse (Moormerland) , Hannes Pott (Esklum) 3:54, Johannes Sanders (Logabirum) 4:23, Wolfgang Sattler (VfL Germania Leer) 4:06, Bruno Schachner (Leer) 4:58, Robert Schermutzki (Loga) 5:03, Helga Steinmann (TC Grün Weiß) 5:16, Daniela Stöhr (Loga) 4:54, Detlef Wallenstein (Weener) 4:02, Frank Wallenstein (Moormerland) 4:25, Astrid Weeken (Loga) 4:54, Weert Peter Prikker (SV Holtland) 4:45, Carolin Weise de Buhr (Fortuna Logabirum) 4:56, Rainer Wiechmann (VfL Germania Leer) 4:19, Edzard Wirtjes (Fortuna Logabirum) 5:30, Enno Wolckenhaar (TC Grün Weiß Leer) 4:38, Johannes Wilhelm Zöller (Aschendorf). Inliner: Peter Andre Willms (Inline Freunde Mitling Mark) 1:23 Std., Dietrich Harders (OSC Leer) 1:26. Der SV Warsingsfehn war mit einem Quartett in Hamburg am Start. Rolf Steinke hatte nach gut 40 Kilometern ein besonderes Erlebnis, als er plötzlich Komiker Wigald Boning neben sich erblickte. „Ein Lichtblick“, bekannte der Moormerländer später. Aber: Der Fernsehheld, gekleidet in Anzug und Krawatte, war letztlich zu langsam: „Er konnte nicht mehr richtig laufen, da musste ich ihn abhängen.“ Ergebnisse Warsingsfehn: Peter Steinke (2:38:44; Gesamtplatz 92!); Friedhelm Saathoff (3:10:31), Jens-Peter Grest (3:15,52), Rolf Steinke (3:20:29). Ergebnisse Fortuna Logabirum: Renate Vry (4:57:54), Meike Dogs (4:56:54), Gerold Sieveriens (4:36:10), Gerhard Hommers (4:19:02), Gaby Hommers (4:13:05). Weitere Ergebnisse: Meint Bloem (TSV Riepe/3:58:55), Coord Anton Krull (SV Simonswolde/4:39), Hinrich Ernst (Leer/3:51:49), Wolfgang von Garrel (Leer/3:44:02). Auch ostfriesische Skater mischten in Hamburg mit. Besonders erfolgreich war Heinz-Peter Kattau von den Oldies des RSC Emden, der in 1:24:29 Stunden die Altersklasse M60 gewann. Weitere Resultate: Rainer Reimers (Veenhusen/1:22:41/251.), Reiner Willms (Esklum/1:23:11/282.), Peter-Andre Willms (Esklum/1:23:11/283.), Diedrich Harders (Esklum/1:23:23/295.), Eberhard Eschlauer-Hefter (RSC/1:25:35/400.), Heiner Koeneke (RSC/1:28:27/446.), Wilhelm Huelsen (Aurich/1:28:34/455.), Markus Büker (Aurich/1:28:41/471.), Dirk Uffershusloh (OSC Leer/1:30:29/543.), Dietrich Steinke (Neermoor/1:43:00/1329.), Imke Hüser (OSC Leer/1:38:38/164.), Gerhild Hüser (OSC/1:48:55/207.), Karin Schult-Uffershusloh (OSC/1:48:55/297). Hamburg war wieder ein tolles Pflaster für den Sport: Am Sonntag gingen 17777 Läufer, 2189 Skater und 18 Rollstuhlfahrer beim 17. Hansaplast Marathon an den Start. Das mit Spannung erwartete Debüt von Olympiasieger Dieter Baumann scheiterte: Der 37-Jährige drückte nur 35 Kilometer auf die Tube, dann erwischte ihn der berühmt-berüchtigte „Mann mit dem Hammer“ - und der Marathon wurde länger als lang ... „Ich musste klar meine Grenzen erkennen und habe das Experiment an dieser Stelle lieber abgebrochen“, sagte Baumann. Es gewann überraschend der Kenianer Christopher Kandie (2:10,17 Stunden) vor Hailu Neguse (Äthiopien, 2:10,24 Stunden). Bei den Frauen wiederholte Sonja Oberem (TSV Leverkusen, 2:26,21 Stunden) ihren Vorjahressieg. Angefeuert von rund 700000 Zuschauern an der Strecke, erfüllte sich Werner Holtgrefe (LG Ostfriesland) seinen Traum. Im fünften Anlauf über 42,195 Kilometer blieb der 45-Jährige erstmals unter drei Stunden und belegte in der Altersklasse M45 einen guten 65. Platz. „Über meine Zeit von 2:58,16 Stunden freue ich mich riesig“, jubelte er. „Das gesamte Rennen lief super, lediglich die letzten drei Kilometer waren hart.“ Den Halbmarathon absolvierte Holtgrefe in 1:26 Stunden, später orientierte er sich an der Hamburger Meisterin Sylvia Pille-Steppat, mit der er kürzlich zusammen im Trainingslager war. Sogar die BILD-Zeitung würdigte die Leistung des Richtbohrmeisters: „Öliger Rekord“ hieß es dort in einer Randnotiz über Werner Holtgrefe, der während seiner vielen Auslandseinsätze stets nur im Fitnessraum auf dem Laufband trainierte (die ON berichteten). Lange Zeit zum Feiern hatte er indes nicht: Schon am Montag früh musste der 1,86 Meter große Langläufer wieder zur Arbeitstelle ins Trollfield nach Norwegen fliegen. „Die kommenden Tage werde ich mich regenerieren und dann auf die Bahnsaison vorbereiten“, erklärte der Auricher. „Ich möchte gern die 10.000 m unter 38 Minuten laufen.“ Holtgrefe gewann in Hamburg die inoffizielle Altkreis-Aurich-Wertung klar vor Heiko Trebesch (MTV, 3:14,51 Stunden) und Karl Schürmann (LG Ostfriesland, 3:20,25 Stunden). Schnellster Marathoni vom TuS Aurich-Ost war Manfred Veith in 3:37,55 Stunden. Die älteste Teilnehmerin aus der Region war zugleich die beste: Annechien Andresen (TuS Aurich-Ost, W50) verfehlte in 4:01,22 Stunden knapp die Vier-Stunden-Marke. Andrea Jeschke (MTV Aurich Triathlon) überquerte nach 4:08,30 Stunden die Ziellinie. Im Rennen der Skater erreichte Markus Büker (MTV Aurich) ausgezeichnete 1:28,41 Stunden. Überschattet wurde die Veranstaltung durch den Tod eines 19-jährigen Läufers aus Trittau (bei Hamburg). Dieser war kurz vor dem Ziel kollabiert und sofort wiederbelebt worden. Dennoch verstarb er wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus.

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