Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Bisher noch keine Einigung über den neuen Sportplatz in Leer
ffff - Dauerbrenner Sportplatz Pastorenkamp erhitzt zwar nicht mehr die Gemüter, flackert aber weiter. Das Gespräch zwischen dem jetzigen Eigentümer, der Stadt, und dem künftigen Eigentümer, dem Landkreis Leer, ist auf den 30. April verschoben worden. „Seitdem ich Schulleiter bin, ist der Sportplatz nur beschränkt oder gar nicht nutzbar“, sagt Jobst Homeier, Leiter der Friesenschule. Das ist Homeier schon seit 15 Jahren. Das Vertrackte an dem Sportplatz am Pastorenkamp ist, dass Eigentümer und Nutzer nicht immer identisch sind. Träger der Friesenschule, die den Platz für den Schulsport nutzen will, ist der Landkreis Leer. Im Gegenzug stellt der Landkreis städtischen Sportvereinen die benachbarte Sporthalle zur Verfügung. Leeraner Vereine nahmen auch den Sportplatz in Beschlag und sollten ihn pflegen, was aber nicht klappte. Der Platz ist steinhart und uneben, die Aschenbahn ist mit Moos und Gräsern überwachsen. Der Landkreis erklärte sich schließlich bereit, den Platz ganz zu übernehmen und zu sanieren. Die Krux lagert mehrere Meter unter der Grasnarbe. Der Sportplatz liegt auf einer ehemaligen Müllkippe. Die gast Methan aus. Der Landkreis will Nägel mit Köpfen machen, und allen Müll rausholen und in Breinermoor lagern. An diesen Kosten möchte der Landkreis die Stadt beteiligen. Schließlich gilt das Verursacherprinzip. Den Müllplatz hat nun einmal die Stadt angelegt. Die Kostenbeteiligung behagt der Stadt wiederum nicht. Sie ist der Meinung, dass nicht unbedingt der ganze Müll raus muss. Sie hat eine Stellungnahme zum Gutachten des Landkreises über die ehemalige Müllkippe eingeholt. Die, so war zu erfahren, kommt zu dem Ergebnis, dass der Müll untern Sportplatz nicht raus muss. Diese Stellungnahme kommt natürlich der Stadt zu pass. So käme sie um die Kosten herum, die ein Abtransport des Mülls nach Breinermoor mit sich bringen würde. Damit nicht genug der Meinungsverschiedenheiten. Die Stadt ist nicht davon erbaut, dass der Landkreis rings um den Platz eine Laufbahn anlegen will. Schulsport verlange heutzutage kein Leichtathletikstadion, soll ihr Professor Jürgen Dieckert aus Oldenburg attestiert haben. Die Stadt möchte keine geschlossene Sportstätte haben, die Schul- oder Vereinssport vorbehalten ist, sondern wo jeder seinem sportlichen Hobby nachgehen kann.

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