Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Entwicklung im Hammerwurf der Frauen
dgeh - Erst 53,36 Meter, dann 58,34, dann 60,12 und zuletzt 66,33 Meter. Der Hammer fliegt immer weiter. Innerhalb von zehn Jahren schraubten die Frauen die Siegesweite bei den Deutschen Meisterschaften um rund 13 Meter in die Höhe. Andrea Bunjes vom SV Holtland hat noch mehr zu bieten. Sie steigerte ihre Jahresbestweite im selben Zeitraum um 26 Meter. Mit 41,70 Metern begann sie 1993. Am Wochenende schleuderte sie das vier Kilogramm schwere Gerät in Stadtsteinach auf 67,57 Metern. „Das war der große Wurf“, schwärmt Heimtrainer Klaus Beyer vom SV Holtland. Schließlich übertraf die 26-Jährige ihren persönlichen Rekord zehn Tage vor der Europameisterschaft gleich um zwei Meter. Von einer „Eintagsfliege“ will Beyer nichts wissen. „Andrea hatte bei diesem Wettkampf noch zwei weitere Versuche über 67 Meter. Ich traue ihr für die Zukunft sogar 70 Meter zu.“ Schließlich segelt ihr Hammer schon seit geraumer Zeit in neue Dimensionen. Bunjes verbesserte sich innerhalb von zwei Jahren fast um sieben Meter. „Das ist ungewöhnlich für eine 26-Jährige“, weiß ihr Heimtrainer. „Aber diese Entwicklung hat simple Gründe.“ Geschlummert haben die Fähigkeiten seiner Meinung nach schon immer in ihr. Andrea Bunjes war aber jahrelang als einzige Spitzenathletin in der Hammerwurfszene voll berufstätig. Vor zwei Jahren entschied sie sich zum Abschied vom Feierabend-Sport und begann, professioneller zu arbeiten. Die Raiffeisen-Volksbank Uplengen half dabei mit und ermöglichte es, den Vollzeitjob gegen eine Zwei-Drittel-Stelle zu tauschen. Weniger Arbeit, mehr Training, größere Weiten. Diese Rechnung ging bei der Bankkauffrau voll auf. Sie steigerte ihren Rekord in einem Jahr von 60,78 Meter auf 63,42. Diese Steigerung machte Appetit auf mehr. Deshalb entschied sich im Oktober, den Wohnort zu wechseln noch ein bisschen weniger Zeit in der Bank zu verbringen und noch ein paar Stunden mehr im Wurfring. Also zog sie nach Frankfurt, arbeitet seitdem halbtags und gehört der Trainingsgruppe von Bundestrainer Michael Deyhle an. Der Schritt zum Halbprofitum brachte in kurzer Zeit eine weitere Steigerung um zwei Meter. Klaus Beyer geht davon aus, dass Andrea Bunjes noch lange nicht zum letzten großen Wurf ausgeholt hat. Eine Weite jenseits der 67-Meter-Marke traut er ihr auch kommende Woche bei der Europameisterschaft in München zu. „Andrea ist ein echter Wettkampftyp. Sie kann das Finale der besten zwölf erreichen.“ Seitdem Andrea Bunjes in Frankfurt lebt, verfolgt Klaus Beyer ihre Entwicklung häufig nur noch aus der Ferne. Doch der Mann, der ihr die ersten Drehungen im Wurfring zeigte, will die EM-Vorstellung von Andrea Bunjes hautnah miterleben. Der Lehrer hat bereits einen Freistellungsantrag gestellt. Am Montagabend steigt er in den Nachtzug nach München. louis vuitton pas cher , sac longchamp soldes , sac longchamp pliage pas cher , jordan pas cher

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