Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Stabhochsprung der Extraklasse in Norden
Am 04. Juli geht es um die Olympia-Norm
hw - Der Sport-Sommer verspricht spannend und unterhaltsam zu werden. Platz zum Atmen lässt er auch kaum: Fußball-EM in Portugal, Tour de France, Olympische Spiele in Athen. Aber auf dem Weg dahin, gilt es für viele Athleten noch so einige Hürden zu nehmen, zumindest was die Olympioniken betrifft. Und ein Weg nach Athen führt in diesem Jahr über die Küstenstadt Norden. Der Deutsche Leichtathletik Verband hat das 4. “norder bandstahl”-Springen am 04. Juli zur Olympia-Qualifikation für Deutschlands Stabhochspringerinnen erklärt. Das heißt, wer in Norden die Olympia-Norm von 4,40 Meter springt, empfiehlt sich für die Teilnahme bei den Olympischen Spielen.

Für die deutschen Stabhochspringerinnen wird Norden der letzte Wettkampf vor den deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Braunschweig sein, wo sie dann die endgültig letzte Chance auf eine Olympia-Nominierung haben. Norden ist also nicht nur Olympia-Qualifikation, sondern auch wichtiger Fomtest. Vizeweltmeisterin Annika Becker hat Holger Wesseln schon zugesagt. Denn die deutsche Rekordhalterin (4,77 Meter) kommt gerne nach Norden. Das liegt unter anderem daran, dass die gesamte Stabhochsprunganlage auf die 100-Meter-Laufbahn gestellt wird. Dazu muss ein Einstichkasten in die Bahn eingebaut werden. So erhalten die Springerinnen beste Bedingungen, vor allem: Immer guten Wind, der beim Stabhochspringen nicht unwesentlich ist.
“Die Zuschauer sind ganz nah an der Anlage, das Stadion ist voll, die Stimmung immer super”, weiß Annika Becker zu berichten. Und bis Norden will sie längst wieder in Höchstform sein. Dann würde auch ihr eigener Meetingrekord, der noch vom Torfmarkt steht, fallen. Denn 4,51 Meter dürften für die rothaarige Grundschullehramtsstudentin kein Problem sein. Die stärkste Konkurrenz für Annika Becker stellt sicherlich Yvonne Buschbaum dar. Die vielfache deutsche Meisterin und Siegerin des letzten Jahres, freut sich besonders auf das Duell gegen ihre deutschen Mitstreiterinnen und hofft eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften in Norden bereits die Weichen für Athen gestellt zu haben.

Mit Carolin Hingst und Nastja Ryshich haben bereits jetzt weitere deutsche Topathletinnen zugesagt. Dazu mit Nastja Ryshich auch noch eine, die Modellqualitäten hat. Ryshich kann nicht nur stabhochspringen, sondern modelt für ein Stuttgarter Modelabel. 1999 war die Ludwigshafenerin Hallen-Weltmeisterin mit 4,50 Metern, in diesem Jahr belegte sie nach vielen Verletzungsproblemen bei der Hallen-WM in Budapest Rang Acht.
Auf jeden Fall gespannt sein kann man auch auf die Entwicklung der Junioren-Weltmeisterin Floé Kühnert aus Leverkusen. Das 20 Jahre alte Talent macht in diesem Jahr zum ersten Mal den Athletinnen der Frauenklasse Konkurrenz. Floé Kühnert sagt es ganz deutlich: “Ich will nach Athen.” In Norden hat sie die Chance, das Olympia-Ticket zu lösen.

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