Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Bunjes verpasst in der Türkei die Norm
Andrea Bunjes war von ihrem Auftritt enttäuscht
Ostfiesen-Zeitung - Hammerwerferin Andrea Bunjes vom SV Holtland erwischte gestern bei der Winterwurf-Challenge des Europäischen Leichtathletik-Verbandes im türkischen Mersin einen rabenschwarzen Sonntag. Die Berufssoldatin kam mit schwachen 64,79 Metern nur auf Rang zehn und blieb damit weit hinter ihren Möglichkeiten. Bunjes verpasste damit bei der fünften Auflage dieser Veranstaltung nicht nur eine erfolgreiche Titelverteidigung, sondern auch die von ihr panerai replica watches angestrebte Norm von 69,50 Meter für die WM im August in Finnland.
„Der Wettkampf ist komplett an Andrea vorbeigelaufen“, sagte ihr Heimtrainer Klaus Beyer, der die Olympia-Teilnehmerin nach dem Wettkampf am Telefon aufmuntern musste. „Andrea wäre am liebsten im Boden versunken, hat sie erzählt. Sie ist ziemlich enttäuscht.“ Bei frühlingshaften Temperaturen in der Südtürkei war Bunjes vor dem Wettkampf noch zuversichtlich. Doch im Wurfring klappte bei ihr gar nichts. Die Drehung war schlecht, ihr fehlten Dynamik und Schnelligkeit. So schlug der Hammer viel zu früh in den Rasen ein. „Solche Tage gibt es“, sagte Beyer. „Das ist wie beim 2:7 von Werder Bremen in Lyon. Wenn es nicht läuft, kannst du nichts machen.“
Beyer fand tröstende Worte für die 28-Jährige. „Abgesehen vom vergangenen Jahr hat Andrea im März noch nie überragende Leistungen gebracht“, sagte der Trainer. Vor zwölf Monaten hatte Bunjes die inoffizielle Europameisterschaft auf Malta gewonnen und damals auch erstmals die Olympia-Norm geknackt.  , 

Gestern gewann die Kroatin Ivanna Brkljacic mit 71 Metern den Wettbewerb der starken Frauen vor Weltrekordlerin Mihaela Melinte (Rumänien/70,40 Meter) und Olympiasiegerin Olga Kuzenkova (Russland/70,11). Stark war auch die deutsche Rekordhalterin Betty Heidler. Die hublot replica Olympia-Vierte kam mit 69,66 Meter auf Rang vier und knackte damit auch als erste deutsche Hammerwerferin die Norm für die WM.
Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Finnland ist aber auch nach diesem Wettkampf noch gar nichts entschieden. Wer mit zur WM fahren darf, entscheidet der Deutsche Leichtathletik-Verband erst kurz vor dem Saisonhöhepunkt im August. Voraussetzung für eine Nominierung ist, dass die Hammerwerferinnen die Norm von 69,50 Metern mindestens zwei Mal überbieten, einmal davon zeitnah zur WM im Juni oder Juli.
Bis dahin hat Andrea Bunjes also noch einige Zeit, ihre Form zu steigern. Nach der Rückkehr aus der Türkei am heutigen Montag trainiert sie eine Woche in Frankfurt. Anschließend geht es ins Trainingslager nach Kroatien.

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