Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Patrick Pfingsten absolvierte ersten Zehnkampf in 2003
ls - Ungewöhnlich früh absolvierte Patrick Pfingsten in diesem Jahr seinen ersten Zehnkampf. In Alzenau startete Ostfrieslands bester Mehrkämpfer beim 21. Nationalen DLV-Mehrkampf-Cup.
Norden /HK - Seinen wichtigsten Zehnkampf des Jahres bestreitet Patrick Pfingsten am Pfingstwochenende. „Da entscheidet sich der weitere Saisonverlauf“, erklärt Trainer Hans-Bernd Eilers. In Stuttgart-Bernhausen treffen sich am 10. und 11. Juni die besten Zehnkämpfer Deutschlands. Die besten Athleten qualifizieren sich für internationale Einsätze im Trikot des Deutschen-Leichtathlet-Verbandes (DLV). Dann winken Starts beim Europacup-Finale und im August bei einem Länderkampf gegen die USA.

Um die Qualifikation zu schaffen und bis Pfingsten in Top-Form zu sein, startete Patrick Pfingsten am vergangenen Wochenende beim 21. Nationalen DLV-Mehrkampf-Cup in Alzenau (Bayern). Mit Erfolg. Der 24-Jährige Athlet des TV Norden belegte Rang zwei mit für den Saisonzeitpunkt respektablen 7066 Punkten.

„Wir haben den frühen Zeitpunkt für den ersten Zehnkampf bewusst gewählt. Die Entscheidung war richtig, um Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, wo Patrick noch Defizite hat“, sagt Hans-Bernd Eilers. Er traut seinem Schützling am Pfingstwochenende durchaus zu, sich für internationale Aufgaben zu qualifizieren.

Gut waren die Leistung des Norders am ersten Wettkampftag im Kugelstoßen (persönliche Bestleistung mit 11,51 m) und Weitsprung (6,95 m). Im Hochsprung blieb Pfingsten dagegen mit 1,82 m gleich neun Zentimeter unter seiner Bestmarke. „Da müssen wir im Anlauf noch einiges verbessern“, sagt Eilers. In Ordnung waren 51,40 Sekunden über 400 m. „Da muss er zu diesem Zeitpunkt noch nicht schneller sein.“

Die 110 m-Hürden am zweiten Wettkampftag in 15,46 Sekunden bezeichnete Eilers als „verbesserungsfähig.“ Im Diskuswurf zählt Pfingsten in Deutschland zu den besten Zehnkämpfern. Das zeigte er auch in Alzenau, wo er mit 42,24 m das beste Ergebnis erzielte. „Das war schon in Ordnung“, lobt Eilers. Steigern muss sich der Ostfriese allerdings noch im Stabhochsprung, wo er mit schwachen 3,90 m deutlich unter seiner Bestmarke von 4,50 m blieb. „Das ist vergleichbar mit dem Hochsprung, da müssen wir den Anlauf verbessern“, analysiert Eilers. Steigerungsfähig sind auch die 53,33 m im Speerwurf. Seine Kämpferqualitäten stellte Pfingsten zum Abschluss im Lauf über 1500 m (4:43;71 Minuten) unter Beweis. Da verteidigte er den zweiten Platz gegen Georg Kruschinski (Frankfurt) in einem starken Schlussspurt.

Hans-Bernd Eilers ist zuversichtlich, dass sein Schützling in Stuttgart bei 7400 bis 7500 Punkten landen wird. Damit dürfte er sich für Starts mit der DLV-Auswahl qualifizieren. Und auch für die Zukunft ist Eilers optimistisch: „Technisch ist er schon sehr gut. Wenn wir die Schnelligkeit noch verbessern, dann kann er irgendwann auch deutlich über die 7500 Punkte kommen.“ Damit würde er dann in die Fußstapfen von Frank Müller (TV Norden) treten. Das war bislang der einzige Ostfriese, der in den 90er Jahren im Bereich der 8000 Punkte lag und damit zur Weltspitze gehörte.


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