Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
1. Ihlower Fuchsienlauf
Peter Steinke wurde im Zweikampf um Platz drei nur knapp geschlagen
Ostfriesische Nachrichten - Stephan Immega ist der 1. Fuchsienlauf-Sieger. Mit fast einer Minute Vorsprung auf den Auricher Jörn Schmidt, der für den DSC Oldenburg startet, kam der Ossiloop-Sieger vom LT Schafhauser Wald nach zehn Kilometern in 33:42 Minuten ins Ziel. replica watches online „Glückwunsch. Du warst klar besser“, gehörte der Zweitplatzierte als fairer Unterlegener zu den ersten Gratulanten. Weitere knapp eineinhalb Minuten dahinter lieferten sich Hermann Fleßner von den Ihlower Rennschnecken und Peter Steinke (TV Norden) ein spannendes Finale um Platz drei. Das entschied der Ihlower mit einer Sekunde Vorsprung für sich.
Bereits nach der ersten von drei zu laufenden Runden ums Ihler Meer war klar, dass Immega und Schmidt das Rennen unter sich ausmachen würden. Waren sie zu dem Zeitpunkt noch gleichauf, hatte Immega den Lauf nach zwei Runden zu seinen Gunsten vorentschieden. Gut 25 Meter Abstand hatte er nach zwei Drittel der Strecke auf seinen ärgsten Konkurrenten herausgelaufen.
So, wie sich bei den Männern der Favorit durchsetzte, wurde bei den Frauen Irmi Hartmann (TV Norden) dieser Rolle gerecht. Eigentlich hatte sie gar nicht starten wollen, steckte ihr doch noch ein Halbmarathon vom Sonntag in den Beinen. Die Überredungskünste ihrer Vereinskollegen aber waren stärker als der eigene Wille. In 40:58 Minuten überquerte sie als erste Frau die Ziellinie. Damit hatte sie Claudia Henning von den Triathleten des MTV Aurich mit eineinhalb Minuten Vorsprung noch deutlich auf den zweiten Platz verwiesen, nachdem die Auricherin zwischenzeitlich sogar das Frauenfeld angeführt hatte. „Ich hatte in der dritten Runde Probleme mit dem Wetter. Und am Anfang bin ich das Rennen vielleicht etwas zu schnell angegangen“, erklärte Henning den Platztausch in durchnässter Triathlonkluft, nachdem sie sich im Ziel im Ihler Meer kurz abgekühlt hatte.
Denn der Regen, der gegen 20 Uhr nach drückenden Temperaturen auf die Läufer herabrieselte, war nicht wirklich eine Erfrischung, sondern eher eine warme Dusche.
Mehr oder weniger geschafft waren sich die Aktiven im Ziel einig: der Lauf hat riesig Spaß gemacht. Und auf den Regen hagelte es Komplimenten für den Veranstalter. „Geil. Absolut geil. Besser als so mancher Citylauf“, war Peter Steinke begeistert. Und er muss es wissen. Keiner kennt Ostfrieslands Laufveranstaltungen besser als er.
Bislang war die Gemeinde Ihlow noch immer ein weißer Fleck im Laufstreckenkalender. Das hat sich seit Freitag schlagartig geändert. „Die Lücke ist klasse gefüllt“, freuten sich die Auricher Karl-Heinz Speckmann und Wolfgang Trebesch über das neue Angebot. Der Streckenverlauf war zwar eckig und kantig und damit nicht geeignet für Bestzeiten. Zumal Asphalt und Pflaster durch den Regen auch etwas glatt geworden waren. Aber die Wegführung war abwechslungsreich. So recht nach dem Geschmack von Siegerin Hartmann und vielen anderen.
Das I-Tüpfelchen auf die sportlich gelungenen Gegebenheiten war die Stimmung. Selbst der Regen tat der keinen Abbruch. „Super“, sagte Schmidt. „Besser als so manches Straßenfest“, fand Steinke.
Klar, dass im Zielbereich die meisten Zuschauer den Weg säumten, aufmunternd klatschten und den Läufern so manchen Anfeuerungsruf hinterherschickten, während die Kinder sich auf dem Spielplatz vergnügten, im Sand buddelten oder auf dem Luftkissen des Spielmobils des Landkreises Aurich herumtollten.
Aber auch auf der Strecke waren die Aktiven nicht unter sich, wie sonst häufig. Die Anwohner an der Laufstrecke hatten sich zu Grillfesten getroffen und heizten nicht nur die Kohle an, sondern zwischen Würstchen und Kotelett auch den Läufern ein. Sie schwenkten Banner oder schafften ein Spalier aus Luftballons. Im Dachsweg war die Stimmung besonders groß, fanden die Läufer.
Als die Letzten gegen 21 Uhr durchs Ziel liefen, gehörten sie zu fast 1200, die innerhalb von vier Stunden auf den unterschiedlich langen Strecken gestartet waren. Allein 250 waren es im Hauptlauf. Für die Organisatoren war der Abend damit aber noch nicht beendet. Bis um kurz nach 12 Uhr druckten sie Urkunden. Hatten sie doch in der Ausschreibung versprochen, dass alle Teilnehmer ihren Leistungsnachweis gleich in Empfang nehmen konnten. Nicht ahnend, dass die Teilnehmerzahl in den vierstelligen Bereich wachsen würde.

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