Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Gerd Wolzen gewinnt fünfte Etappe
Ostfriesen Zeitung - Die Männer sind beeindruckend. Zwar werden Heinrich Janssen und Gerhard Sauer demnächst beide 70 Jahre alt : doch jeder von ihnen sieht mindestens zehn Jahre jünger aus. Sie haben sich etwas Jungenhaftes bewahrt, trotz der Haare, die langsam grau werden (Sauer) oder schon längst schlohweiß geworden sind (Janssen).

Gestern Abend, nach der fünften Etappe des Ossiloops, sind die beiden Auricher geehrt worden. Natürlich nicht, weil sie zu den schnellsten Läufern im Feld gehörten. Den Sieg haben die jungen Hunde wieder mal unter sich ausgemacht. Gewonnen hat die 11,8 Kilometer lange Teilstrecke Gerd Wolzen, der Zweite in der Gesamtwertung. Er würde sich langsam richtig fit fühlen, sagte er nach dem Rennen. „Nach etwa sechs Kilometern haben Holger Grigat und ich uns abgesetzt“, so Wolzen. Am Ende lag er zehn Sekunden vor Grigat, der aber weiter das gelbe Trikot des schnellsten Ossiloopers tragen wird.

Heinrich Janssen und Gerhard Sauer vom MTV Aurich aber sind ausgezeichnet worden, weil sie zu den ältesten Läufern im Feld gehören. Genau wie Johann de Wall vom Fehntjer LT, der bereits 70 Jahre alt ist.  Von den Leistungen der Spitzenläufer halten die beiden Auricher übrigens gar nicht so viel. Sauer geht die Sache logisch an: „Die Schnellsten im Feld müssen sich doch nur 35 bis 40 Minuten anstrengen“, sagt er. „Viele der Langsameren quälen sich auch : nur eben viel länger.“

Für Janssen und Sauer allerdings dürfte der Ossiloop alles andere als eine Qual sein. „Den nehmen wir so mit“, sagen sie. Beide treiben so gut wie täglich Sport : seitdem sie Rentner sind. Sauer läuft nicht nur, er spielt auch Tischtennis, geht zum Kegeln oder fährt mit dem Rad. Bei Volksläufen macht er seit 1968 mit. Und er sammelt Sportabzeichen. Mittlerweile hat er 34 davon.

Janssen trainiert inzwischen schon für das 37. Sportabzeichen : und für die Triathlon-Wettbewerbe, an denen er jeden Sommer teilnimmt: 1 500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, zehn Kilometer laufen : dagegen mutet der Ossiloop fast wie ein Spaziergang an.

„Sport macht einfach Spaß“, sagt Sauer. Und Janssen sucht das Glück im Ziel. „Das kann man bei jedem sehen, der beim Ossiloop mitmacht“, sagt er. „Wer ins Ziel kommt, freut sich : egal wie lang es gedauert hat.“ Sauer nickt. Er weiß, wovon Janssen spricht. „Wir trainieren nicht, um jung zu bleiben“, sagt einer von beiden. „Wir treiben Sport, weil es unser Leben reicher macht.“


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Ergebnisse
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