Leichtathletik Region
Ostfriesland e.V.
Wehmut und Tränen bei der Verabschiedung von Bunjes
Andrea Bunjes
KB - Der „Werfertag zum Erntefest“  des SV Holtland  war geprägt von der Abschiedsvorstellung der Olympiaelften im Hammerwerfen, Andrea Bunjes, die letztmalig für den SV Holtland in den Wurfring ging. Interessante Wettkampfduelle einiger Athleten sorgten für Spannung und zeigten, dass Leichtathletik auch jenseits von Bestmarken und Meisterschaften die Zuschauer begeistern kann. Neue Meetingrekorde und eine Vielzahl persönlicher Bestleistungen rundeten den Holtlander Werfertag zum Saisonende ab.Wehmut kam auf und die Tränen flossen, als vor Beginn der Wettkämpfe Andrea Bunjes vom SV Holtland offiziell verabschiedet wurde. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Sport ließen es sich nicht nehmen, die erfolgreichste Leichtathletin Ostfrieslands der letzten Jahre zu verabschieden und ihr alles Gute auf ihrem zukünftigen beruflichen und sportlichen Weg zu wünschen. Andrea tritt bekanntlich in den Polizeidienst  Hessens ein und wird sich sportlich der LG Eintracht Frankfurt anschließen. Ihr sportliches Fernziel ist die Olympiateilnahme 2008 in Peking.
Zu Beginn der zahlreichen Ehrungen musste Bunjes eine Ehrentafel enthüllen, auf der die Erfolge Holtlander Hammerwerferinnen dokumentiert sind. Aufgeführt sind Inga Beyer, Christine Nannen und natürlich Andrea Bunjes, die Deutsche Meistertitel für Holtland gewinnen konnten. Höhepunkt der Ehrungen war dann die Überreichung des Ehrenbriefes des KSB Leer durch den Vorsitzenden, Bernd Lüning.

Nach der Verabschiedung begannen die Wettkämpfe mit halbstündiger Verspätung. Vielen fiel es schwer, sich darauf zu konzentrieren. So war es nicht verwunderlich, dass Lokal Matador  Bunjes von der Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2000 in Sydney, Kirsten Klose aus Minden, knapp besiegt worden ist. Das Duell der beiden Olympionikinnen war bis zum letzten Versuch spannend, denn mehrfach wechselte die Führung und keine Athletin konnte sich klar absetzen. 61,79 m zu 61,36 m waren die Weiten, die zum Saisonabschluss zufrieden stellend waren. Bunjes musste sich auch im Vorgabeduell ( Bunjes wollte 10 m weiter werfen ) gegen Christine Nannen, die am Vortag 51,88 m erzielte, geschlagen geben. Dafür gewann sie mit deutlichem Vorsprung und der Tageshöchstweite von 113,36 m im Dreikampf einen Erntekorb.    sac louis vuitton pas cher , louboutin femme pas cher , sac longchamp , sac à main longchamp pliage pas cher , jordan pas cher , nike shox pas cher

Spannend war auch der Kampf um die Prämie für die Tageshöchstweite. Der Deutsche Juniorenmeister des Vorjahres, Marcus Kahlmeyer vom VfL Wolfsburg legte 65,96 m vor, die vom Dritten der Deutschen B-Jugendmeisterschaften, Marcel Weidlich aus Minden und dem M 15 Schüler Richard Olbrich vergeblich attackiert worden sind. 64,73 m für Weidlich und 64,03 m waren die Bestweiten an diesem Tag. Auch bei den beiden Niederländern von Groningen Athletiek, Dennis van der Schilt und Yannick Greiner wechselte die Führung im Hammerwerfen ständig. Mit 50,65 m blieb van der Schilt knapp vor Greiner. Spannende Duelle gab es auch im Kugelstoßen und Diskuswerfen sowie in der inoffiziellen Dreikampfwertung.
Drei Meetingrekorde konnte der Ausrichter am Ende der Veranstaltung notieren. Während das Holtlander Nachwuchstalent, Mareike Nannen in der Altersklasse W 15, wie erhofft den Rekord des Vorjahres tilgen konnte, verlor sie gleichzeitig ihre Bestmarke der W 14 von 2004 an die Niederländerin Nicky van der Schilt. Nannen konnte im letzten Versuch – eine ihrer Stärken in dieser Saison - 56,77 m erzielen und den Rekord um genau einen Meter verbessern. Van der Schilt hatte insgesamt fünf ungültige Versuche, von denen einmal der Hammer sogar im Baum landete und erst geborgen werden musste. Auch sie steigerte die Vorjahresmarke um einen Meter auf gute 52,54 m.
Den dritten Meetingrekord stellte die B – Jugendliche Yannicke Ijdens, ebenfalls aus Groningen, im Kugelstoßen auf. Bei ihr war weniger die Weite von 12,41 m, sondern ihre Technik das Besondere. Yannicke stößt die Kugel nach einen einhändigen Rad. Sie kommt in dem 2,13 m  Durchmesser Kugelstoßring  aus und behält während der vertikalen Rotation die Kugel regelgerecht am Hals. Eine technische Neuheit, die Ijdens als erste Kugelstoßerin in einem Wettkampf gezeigt hat. Ob sich diese Technik eines Tages durchsetzt, muss sich zeigen, ist aber wenig wahrscheinlich, da  den meisten Leichtathleten eine turnerische Ausbildung fehlt. Außerdem ist diese Technik eher etwas für  weibliche Teilnehmerinnen.
Von der Vielzahl der persönlichen Bestleistungen seien zwei Werfer des SV Holtland genannt. Benjamin Adami aus Elsfleth hat drei persönliche Bestleistungen in der Altersklasse M 15 aufgestellt. Die 4 kg Kugel stieß er ohne Training 11,95m, schwach das Diskusergebnis von 24,67 und umso stärker seine Hammerwurfweite. Bei den Norddeutschen Schülermeisterschaften in Lübeck warf er persönliche Bestweite von 48,13 m. Am Samstag steigerte er sich über 52,61 m, 55,53 m auf hervorragende 56,40 m. Damit belegte der Handballspieler des OHV Aurich Rang zwei und konnte sich um acht Meter verbessern.

Der älteste Holtlander Werfer, Edgar Dreger freute sich ebenfalls über drei Bestweiten. Den Hammer warf der 74 jährige Senior 39,13 m, die Kugel landete bei 10,74 m und der Diskus flog 31,20 m weit. Im Hammerwurf steigerte sich Dreger knapp zwei Meter und wurde für seinen Trainingsfleiß belohnt.
Die beiden Veranstaltungstage endeten mit der Siegerehrung durch die Erntekönigin des HVV Hesel, Elke Behrends. Erntekörbe, Sachpreise und Pokale wurden neben den Urkunden überreicht. Während der Veranstaltung sorgte eine Cafeteria für das leibliche Wohl und Stärkung der Aktiven.




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