Emder Silvesterlauf: Valentin vor Steinke
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Die Veranstalter Michael Janssen und Michael Dannecker hatte erneut allen Grund zur Freude, denn 641 Teilnehmer, davon 378 im Hauptlauf, bedeuteten nach 2002 neuerlichen stolzen Rekord.
Steinke hatte den Emder Silvesterlauf zuletzt dreimal in Folge gewonnen. Zum Ausklang des Jahres 2003 musste er sich einem von vornherein auf Sieg laufenden Valentin beugen, nahm es aber leicht. âDamit kann ich gut leben.â
âIch wusste nicht, wie stark die Konkurrenz ist. Deshalb habe ich versucht, den Druck stĂ€ndig hoch zu haltenâ, erklĂ€rte Valentin sein enormes Tempo von Beginn an. Fast wĂ€re sein Plan eines Start-Ziel-Sieges schief gegangen. Valentin ging zum ersten Mal beim Silvesterlauf in der Seehafenstadt an den Start, kannte die Strecke nicht und hĂ€tte sich bis zur GroĂen Seeschleuse zwei Mal verlaufen, wenn ihn nicht Steinke, der etwa 15 Sekunden hinter ihm lief, den Weg gewiesen hĂ€tte. âLinks, du musst links!â
Orientierungsprobleme hatten die LĂ€uferinnen und LĂ€ufer weiter hinten im Feld nicht. Sie absolvierten die Strecke meist in groĂen Pulks und genossen dabei das herrliche Winterwetter. Ein blau-weiĂer Himmel, viel Sonnenschein, angenehme drei Grad plus und ein kaum spĂŒrbarer Nordostwind machten das Laufen zu einem feinen VergnĂŒgen. Ăhnlich gute Ă€uĂere Bedingungen haben die Emder SilvesterlĂ€ufer selten erlebt.
Allerdings hatte die Strecke auch ihre TĂŒcken. Dort, wo die Sonne nicht hinkam, bildete sich Glatteis. FĂŒr Sieger Valentin ein erhebliches Problem. âDas war lebensgefĂ€hrlichâ, schimpfte er und riet den Veranstaltern, die entsprechenden Stellen abzustreuen. Andere erfahrene LĂ€ufer sahen es weniger dramatisch. Harm Park vom TuS Weene nahm im AuĂenhafen einfach das Tempo raus. Borchard Christians von der LG Ostfriesland wich wenn nötig auf den Seitenstreifen aus. Auch Veranstalter Janssen riet zu mehr Gelassenheit. Alle hĂ€tten die gleichen Bedingungen. Wer besonders gute Zeiten laufen wolle, mĂŒsse halt woanders starten. âWir haben gar nicht die Mittel, im Hafen zu streuen.â
Janssen und Dannecker richten den Lauf privat mit Verwandten, Freunden und Bekannten aus. Das verlangt in jedem Fall Respekt. âWir sind eine groĂe Familieâ, freut er sich.
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